Category Archives: EU budget

How Eurobonds are the way forward

Market pressures on ailing Euro-zone countries persist and the Merkels and Sarkozys struggle to find an answer. The latest hype gaining ground is the idea of Eurobonds. These would be jointly issued bonds by all Euro-zone (or even EU) governments to finance government debt by national (or sub-national) governments.

Ironically, I remember several interesting discussions with my Italian federalist friends who have always lobbied within JEF and UEF to support the introduction of Eurobonds – to allow the EU (budget) to run deficits primarily for EU-wide infrastructure projects. I have always (and continue to) oppose this idea because I think we do not need another layer of debt  in the EU while there is sufficient room for mobilising funds to invest in EU-wide infrastructure projects from the ineffective CAP and structural policy – and where necessary also from national coffers. While the financing mechanism for these Eurobonds would be the same, the current discussion is promoting Eurobonds on a very different level.

Eurobonds to solve the debt crisis

Eurobonds as advocated these days are seen as a tool to lower borrowing costs for peripheral Eurozone countries (Greece, Ireland etc.) who struggle with run-away interest rates on newly issued debt. They are practically cut off from the market, hence EU intervention mechanisms like the EFSF are now used to finance their debt. In some ways the EFSF is not so much different from the Eurobonds discussed today except the fact that the EFSF is primarily seen as a crisis intervention – and not a permanent – vehicle. Because (just like with the EFSF) Eurobond debt is guaranteed by countries like Germany or the Nordics borrowing is cheaper for such jointly guaranteed Eurobonds. So, why should we not issue Eurobonds Continue reading

Europäische Wirtschaftsregierung – Kampfbegriff oder föderale Vision?

„European Monetary Union“ oder „Economic and Monetary Union“?

Schon lange wird die EU von vielen als Projekt wirtschaftlicher Integration wahrgenommen. Wohl nicht nur aus diesem Grund forderten linke Europapolitiker/-innen erst im vergangenen Europa-Wahlkampf als vermeintlichen Ausgleich das „Soziale Europa“. Nach den großen Vertragsänderungen zur Einführung der Einheitlichen Europäischen Akte (Mitte der 1980er) und dem Maastricht Vertrag (Anfang der 1990er) fragt man sich heute allerdings, warum wir auf einmal so tun, als sei eine „Europäische Wirtschaftsregierung“ etwas Neues. Haben wir nicht schon lange eine europäische Wirtschaftspolitik, die gerade auf europäischer Ebene gestaltet wird? Und hat diese Wirtschaftspolitik etwa keine „Regierung“?

Europäische Wirtschaftsregierung heute ist vielfältig – und inkonsequent

Wer glaubt, wir würden beim Thema Wirtschaftsregierung in der EU bei Null anfangen, scheint die EU nicht zu verstehen. Schon heute gestaltet die EU zentrale wirtschaftliche Fragestellungen über den Binnenmarkt, die Verbraucher- und Umweltpolitik, über den Energiemarkt, über den Handel, über sensible Politiken wie Landwirtschaft und Fischerei aber auch über die Wirtschaftsförderung („Regional- oder Kohäsionspolitik“). Hier besitzt die EU besondere Kompetenzen, während Continue reading

Blogs and news on the EU budget

The budget review has sparked some fresh and good debate on the future of the EU’s budget. A couple of blogs have been opened recently to contribute to this debate and they are probably the best place to gather information over what is going on. Here comes an overview:

LowCarbonBudget.eu by the UK’s Green Alliance. Focuses on the ‘green’ side of the budget but has very competent staff behind and also up-to-date information on general developments.

Budget in Perspective by the German Foreign Ministry. This blog is curently in beta status and will present contributions from known experts, academics and obviously some German officials. It has a useful press overview Continue reading

France and German tax systems, EU cooperation

After visiting German finance minister Wolfgang Schäuble, French budget minister Francois Baroin comes up with some weird comments on Franco-German tax cooperation and the EU budget according to the EUobserver. Firstly, he recognises a broad consensus for deficit reduction in Germany. Apparently the impression most people have of France is that they like to run excessive budget deficits and do not have their budget in order. What is interesting here is that this picture of stark contrast is not really met in reality. France – just like Germany – has the highest credit ratings (i.e. paying the lowest rates on its debt because people see long-term value and not a debt swamp). Its business cycle broadly matches the German over the last 10-20 years but with obvious short-term divergences as we can witness these months. At the same time the French budget system itself is much more modern than the German, having Continue reading

A low-carbon budget for the EU budget

Perspectives on EU Budget ReformThe Green Alliance, a leading environmental think tank in the UK has recently published “unlocking a low-carbon Europe“, an excellent collection of articles about a climate-friendly budget for the EU. I had the chance to contribute with my article “Winning the Budget Battles” lining out (institutional) strategies to achieve a more friendly outcome for our climate.

Reform of the EU budget matters deeply for the pursuit of the low-carbon economy. For there is arguably no policy lever as important as the EU budget for setting the direction of EU action. While the size of the budget remains close to just one per cent of EU’s Gross National Income, it has the ability to lever additional spending by member states and the private sector. However, it is perhaps its political value that is of most influence. For the way in which the EU spends its resources is the primary indicator of its political priorities and its institutional ability to organise their pursuit.

This collection of viewpoints from diverse businesses and NGOs, social organisations and think tanks, addresses the political challenge of acting on these two priority areas of climate change and the reform of the EU budget Continue reading

Grüne und die Euro Krise in Griechenland

Aus Reihen der Grünen Europafraktion ist am 5. März ein Diskussionsbeitrag zur Griechenland-/Eurokrise veröffentlicht worden. Hierin gehen die Autoren Rebecca Harms, Reinhard Bütikofer, Sven Giegold und Jochen Denkinger auf die Probleme Griechenlands ein und skizzieren Antworten auf die derzeitige Krise. Insgesamt ist das Papier sehr gelungen, weil es die grundlegenden Probleme analysiert, richtige Fragen zur Entstehung der Krise stellt und kurz- wie mittelfristige Antworten bietet.

Drei Punkte sind mir allerdings im Diskussionsbeitrag aufgefallen und sie verdienen Klarstellung, Diskussion bzw. Widerspruch, weil sie nicht nur hier sondern auch in anderen Debatten immer wieder aufkommen und entweder nicht zielführend sind oder als Grüne Sprachblasen nicht vom Zitat in die Umsetzung kommen: 1. der flexiblere Einsatz von Strukturfonds, 2. das Einfordern von Sozialkürzungen in Griechenland, 3. die Forderung nach einer EU-Wirtschaftsregierung.

Ich hätte mir auch gewünscht, dass es ein noch expliziteres Bekenntnis zum Euro Continue reading

Britische Umweltverbände verklagen Regierung über Klimapolitik der “geretteten” Banken

Stop Climate ChaosNachdem die britische Regierung die Mehrheit bei den größten heimischen Banken übernommen hat, folgt nun die nächste Herausforderung. Drei englische NGOs verklagen die Regierung, weil sie beim Management der übernommenen Banken (wie RBS) den eigenen Ethik-Standards nicht gerecht wird. Mehr dazu im Bericht der Financial Times oder direkt bei Stopclimatechaos oder World Development Movement (WDM).

Die drei klagenden Gruppen berufen sich in ihrer Klage auf die ethischen Vorgaben wie auch auf die allgemeinen Politiken der Regierung, die sich gern als Vorreiter gegen den Klimawandel versteht. Hauptziel ihrer Klage ist dabei die Royal Bank of Scotland (RBS), die sich in der Vergangenheit selber als die “oil and gas bank” bezeichnet hat und seit der Übernahme durch den Staat nicht unbedingt durch “bessere” Kreditpolitik aufgefallen ist. Zu ihren letzten Kunden gehören (Zitat von WDM): Continue reading

Silvana Koch-Mehrin verdient 80.000 Euro “nebenbei”

Seit ihrer Wahl ins Europäische Parlament hat Silvana Koch-Mehrin mehr als 80.000 Euro (um genau zu sein 81.400 Euro) durch “Honorare” verdient. Ein nettes Beibrot –  zu den etwas mehr als 7.000 Euro monatlich und einer nicht zu verachtenden Büropauschale.

Nun ist sie nicht die einzige Europa-Abgeordnete, die Nebenverdienste hat. Allerdings scheint ihr die Sache so unangenehm zu sein, dass sie sich entgegen früherer Ankündigungen von ihrem Transparenz-Versprechen verabschiedete. – Die entsprechenden Erklärungen über die Spenden sind seit einigen Wochen von ihrer Website verschwunden. – Ist ja vielleicht auch verständlich, denn irgendwie sieht es vielleicht doch nicht so gut aus, wenn man pro Jahr für weniger als 10 Auftritte mehr als 10.000 Euro verdient. – Inwiefern diese Honorare mit ihrer parlamentarischen Arbeit im Haushaltsausschuss (mehr zur niedrigen Anwesenheit bei der Jungen Union Pforzheim) zu tun haben, ist mir umso mehr schleierhaft. Was haben Volks- und Raiffeisenbanken, Verband forschender Arzneimittelhersteller oder VDE da wohl eingekauft? Oder ist alles ein großes Mißverständnis und die Einnahmen stammen in erster Linie aus ihren Buch-Tantiemen? Wenn dem so wäre – umso mehr ein Grund, durch Transparenz Mißverständnissen vorzubeugen!

Fakt ist: So vorbildlich Frau Koch-Mehrin noch bis vor kurzer Zeit ihre finanziellen Erklärungen für 2005, 2006, 2007 und 2008 auf ihrer Website veröffentlicht hat, so schnell sind sie kurz vor dem Wahlkampf auch wieder verschwunden. Vielleicht fragt sich das etwas schlechte Gewissen doch, wie sich so hohe Nebenverdienste in so unruhigen Zeiten verkaufen lassen?

Interessant Continue reading

The EU budget in 2009

On FollowTheMoney.eu I have published a first article with some thoughts about the main developments with regards to the EU budget in 2009. This article looks at the budget review, the possible denial or delay of discharge for the Council and the provision of new transparency data.

In a second article to be published later this week by now I will speculate on the impact of the European elections on budgetary policy in the European Parliament and the Commission – including my guess for the next Budget Commissioner.

Financial Crisis reveals new opportunities for EU – “EU bonds” issued

The financial crisis is far from being over, but what is interesting is that governments and the EU Commission are getting more innovative in using all means at their disposal to fight back. Commission President Barroso is announcing a “comprehensive European Union recovery plan ” for 26 November. If this will go as far as the Delors plan from early 1990s is another question though.

What really surprised me, however, was the reaction to the crisis in Hungary. Undoubtedly, after the first shock wave has dealt (well…?) with by the big western member states, it became high time to turn east now. Here Hungary is worst hit so far, so a massive rescue package has been prepared over the last days (read FT). It consists of 12.2 bn Euro from the IMF, 1 bn Euro from the Worldbank (the already provided 5 bn Euro credit from the ECB) and 6.5 bn Euro from the EU. Now the latter point is really interesting because the EU is invoking article 119 to step in. Even more surprising to me is the (first ever?) issueing of “Euro bonds” to finance the EU’s side of the Hungarian rescue package. Making use of such bonds has long been the demand of UEF. But their consideration were circling more around a general infrastructure back-up and investment programme and less of a concern for crisis intervention. If the bond move works out, it could set a worthy precedence for future intervention.

Die Ratsverordnung “zur Einführung einer Fazilität des mittelfristigen finanziellen Beistands zur Stützung der Zahlungsbilanzen der Mitgliedstaaten” ist hier als PDF verfügbar.